Selbstreflexion & Orientierung
Welcher Job passt wirklich zu mir – und warum weiß ich das oft nicht?
Selbstreflexion & Orientierung – klingt erstmal nach Coaching, Kerzenschein und langen Spaziergängen. Und ganz ehrlich? Ein kleines bisschen ist da auch was dran. Aber vor allem ist es etwas, das im Bewerbungsprozess viel zu oft zu kurz kommt.
Ich erlebe das ständig in Gesprächen: Menschen, die sich bewerben, die eigentlich motiviert sind, die „einen guten Job“ machen wollen – und trotzdem nicht so richtig greifen können, was das eigentlich für sie bedeutet.
„Irgendwas im Büro, gerne mit netten Kollegen und Entwicklungsmöglichkeiten.“
Ja… aber was heißt das genau? Und da sind wir auch schon mitten im Thema: Warum wissen so viele eigentlich nicht, welcher Job wirklich zu ihnen passt?
Ich glaube, das liegt nicht daran, dass die Menschen zu wenig nachdenken. Ganz im Gegenteil. Viele zerdenken die Sache eher. Schauen, was gut aussieht im Lebenslauf. Was andere machen. Was „Sinn macht“. Was sicher ist.
Und irgendwann verliert man sich ein bisschen. Man orientiert sich an Stellenanzeigen, statt an sich selbst. Man liest Anforderungen und denkt: „Okay, das müsste ich können oder werden.“ Anstatt sich zu fragen: „Will ich das überhaupt?“
Und dann wundert man sich nach ein paar Monaten im neuen Job, warum es sich irgendwie… falsch anfühlt. Nicht komplett schlimm. Aber auch nicht richtig gut. So ein bisschen wie ein Schuh, der nicht drückt, aber eben auch nicht wirklich passt.
Das Thema Selbstreflexion ist an der Stelle kein „nice to have“.
Es ist die Grundlage. Und das bedeutet nicht, dass man sofort seinen perfekten Traumjob vor Augen haben muss. Ganz ehrlich – den haben die wenigsten. Aber man darf anfangen, sich ehrlich Fragen zu stellen:
Was macht mir wirklich Freude – nicht nur kurzfristig, sondern nachhaltig?
In welchen Situationen blühe ich auf? Und was stresst mich mehr, als es müsste?
Brauche ich Struktur oder Freiheit? Will ich Verantwortung oder eher Sicherheit?
Wie viel Menschen tun mir gut – und wie viel sind mir zu viel?
Das sind keine Fragen, die man mal eben zwischen zwei Bewerbungen abhakt. Das sind Fragen, bei denen man manchmal auch merkt: „Oh… so habe ich das noch nie betrachtet.“ Und genau da wird es spannend. Weil ganz oft nicht das Problem ist, dass jemand „nicht qualifiziert genug“ ist. Sondern, dass jemand in einem Umfeld arbeitet, das einfach nicht zu ihm passt. Und dann wird Energie zu Anstrengung. Motivation zu Druck. Und aus einem eigentlich guten Job wird etwas, das man halt macht.
Genau an dieser Stelle kommen wir mit und bei Job meets life ins Spiel. Was wir machen, ist eigentlich ziemlich simpel – und gleichzeitig für viele total neu:
Wir schauen nicht nur auf deinen Lebenslauf. Wir schauen auf dich. Wir hören zu. Wirklich. Wir stellen Fragen, die manchmal ungewohnt sind. Und wir helfen dir dabei, ein klareres Gefühl dafür zu bekommen, was du eigentlich suchst – auch wenn du es am Anfang noch gar nicht richtig benennen kannst.
Es geht nicht darum, dich in eine Schublade zu stecken. Sondern darum, herauszufinden, in welcher Umgebung du dich wohlfühlst. Wo du funktionieren kannst – ohne dich zu verbiegen. Und manchmal bedeutet das auch, dass wir gemeinsam merken: „Das, was du bisher gemacht hast, war vielleicht gar nicht so sehr du.“ Das ist kein Scheitern. Das ist ein ziemlich wichtiger Schritt.
Was ich in meiner Arbeit immer wieder sehe: In dem Moment, in dem Menschen anfangen, sich selbst besser zu verstehen, verändert sich auch ihr Blick auf Jobs komplett. Plötzlich geht es nicht mehr nur darum, irgendwo reinzukommen. Sondern darum, irgendwo wirklich anzukommen. Und ja, das ist ein Prozess. Und ja, das ist nicht immer sofort klar. Aber genau deshalb ist es so wertvoll, das nicht alleine machen zu müssen.
Mein persönlicher Gedanke dazu: Ich glaube, wir haben viel zu lange gelernt, uns anzupassen. In Rollen zu schlüpfen. Erwartungen zu erfüllen. „Vernünftige Entscheidungen“ zu treffen. Und dabei ein bisschen vergessen, uns selbst mitzunehmen.
Selbstreflexion ist nichts Abgehobenes. Es ist kein Luxus. Es ist der Punkt, an dem es ehrlich wird. Und vielleicht auch der Moment, in dem man merkt: Es darf sich leichter anfühlen.
Wie ist deine Meinung zu dem Thema? Oder benötigst du Support? Lass uns gerne quatschen!
Liebe Grüße, eure Jenni